Streuobstwiesen
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Unzählige Tier- und Pflanzenarten sind hier zu finden.
Aus Sicht des Naturschutzes gilt: je älter die Bäume und je vielfältiger weitere Elemente wie Blühflächen, Feldstein- oder Totholzhaufen sind, desto wertvoller ist die Wiese.
IPEN hat sich zur Aufgabe gemacht, solche Streuobstwiesen in der Gemeinde Hatten anzulegen und zu pflegen.
Streuobstwiese an der Feldtorstraße
So wurde von uns ab Frühjahr 2021 eine Streuobstwiese mit Totholz- und Feldsteinhaufen an der Feldtorstraße zwischen Kirchhatten und Sandhatten erneuert, erweitert und qualifiziert.
Hier wird gerade ein Apfelbaum in ein vorbereitetes Loch gesetzt.


Über Jahrhunderte hinweg haben Menschen mühsam Steine auf Äckern und Wiesen aufgesucht sowie Zweige und Äste zu Haufen
aufgeschichtet.
Die hierbei entstehenden unterschiedlich großen Hohlräume bieten einen wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Schutz für viele Tiere.
Damit Obstbäume sich gut entwickeln, müssen sie regelmäßig geschnitten werden.
Der erste Schnitt erfolgt direkt nach dem Pflanzen. Er bildet die Basis für die Stabilität des Baumes. Ziel ist es, möglichst vier Leitäste und eine Stammverlängerung zu formen.
Pfannkuchenapfel, Danziger Kantapfel und Ananasrenette – die Apfelsorten klingen vielversprechend. Auf die erste Ernte mussten wir nicht lange warten.
Bereits 2023 konnten wir die ersten Äpfel pflücken.
Die Fläche an der Feldtorstraße ist mit zwei Bänken und einem Tisch angelegt. Sie erfreut sich großer Beliebtheit und hat sich zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Ein Geheimtipp: der Blick in den Sonnenuntergang.
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Streuobstwiese am Helmerweg
In Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Heimatverein in Munderloh wurden im Frühjahr 2022 auf der Streuobstwiese am Helmerweg eine Blühfläche angelegt und neue Obstbäume gepflanzt. Diese Arbeiten müssen fortgesetzt werden.
Für IPEN ist gerade die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wichtig. Am Ende zählt das gemeinsam erzielte Ergebnis.
Streuobstwiese in Simmerhausen
Wir haben die Pflege der ca. 20 Jahre alten Anlage im Jahr 2022 übernommen. Es sind eine Vielzahl heimischer Apfelsorten vorhanden. Der Ernetertrag beträgt ca. 500 kg pro Jahr und liefert die Äpfel für den selbst gemosteten Apfelsaft.
Auch hier gehören Mahd und Kronenschnitt zu unseren Aufgaben.
Streuobstwiese Wasserbreite in Sandhatten
Durch die Flurbereinigung in den 1960er Jahren ist in Sandhatten ein kleines öffentliches Stückchen Land entstanden. Bis heute wurde die Fläche nicht genutzt. Die Mitglieder der Initiative zur Pflege und Entwicklung von Naturschutzflächen (IPEN) entwickelten die Idee, hier eine Streuobstwiese mit ausgewählten und fast vergessenen Apfelsorten anzulegen.
Bereits im Winter 2023 begannen die Arbeiten zur Vorbereitung der Fläche. Im Oktober 2024 ging es in den Ziellauf.
Die Fläche wurde gemäht …

das Mähgut abgefahren ...
und die Pflanzreihen gefräst.
Hier sieht man die fertig vorbereitete Fläche. Die Apfelbäumen können kommen.
Die Mitglieder der Initiative zur Pflege und Entwicklung von Naturschutzflächen (IPEN) pflanzten am 25. und 26.11.2024 alte Apfelbaumsorten.
Den Kauf der etwa zwei bis drei Jahre alten Apfelbäume machte die finanzielle Unterstützung durch die Fielmann-Förderstiftung erst möglich. Das notwendige Zubehör wie die Holzpfähle oder den Verbissschutz stellte die Gemeinde Hatten zur Verfügung. Der Verein IPEN bringt als dritte Säule des Umweltprojektes viel ehrenamtliche Arbeitskraft ein.

Für einen guten Start der Streuobstwiese tun die Helfer so einiges. Komposterde, Mineralien und stabilisierende Pfähle sollen das Wachstum optimieren. Ein Verbissschutz, der unterirdisch Wühlmäuse und oberirdisch hungriges Wild von den jungen Bäumen fernhält, sorgt für ungestörtes Wachstum.
Die Wurzeln der jungen Bäume werden mit Maschendraht vor Nagern geschützt.
So sieht der neu angelegte Sortengarten an der Wasserbreite in Sandhatten jetzt aus:
Mit dem Anlegen des Sortengartens ist die Arbeit vor Ort noch längst nicht vorbei. Zweimal im Jahr muss das Areal gemäht werden. Um die Fläche weiter aufzuwerten, sollen zwischen und entlang der zwei Baumreihen im Verlaufe des Frühjahres 2025 Blühstreifen angelegt werden.
Zwei bis drei Jahre haben alle Jungbäume bereits in einer Baumschule hinter sich. Im Februar sollen sie noch einmal zurückgeschnitten werden, damit sie eine gute Krone ausbilden.
Anders als in fremden Gärten wird es in der insgesamt 22 Apfelsorten umfassenden Streuobstwiese ausdrücklich erlaubt sein, die reifen Früchte zu pflücken. Damit das Pflücken in dem sogenannten "Sortengarten" den Besuchern nicht schwerfällt, handelt es sich um "Halbstamm" Bäume, die nur etwa 1,20 bis 1,60 m hohe Stämme ausbilden und damit die Früchte in der Erntezeit leicht zu erreichen sind.
IPEN will mit diesem Projekt etwas für die Popularität älterer, zu Unrecht vergessener Apfelsorten tun. Vom Geflammten Kardinal, Finkenwerder Herbstprinz, Boikenapfel, Baumanns Renette bis zum Seestermüher Zitronenapfel werden hier in den kommenden Jahren alte und seltene Sorten blühen und gedeihen. In zwei bis drei Jahren dürften die Apfelbäume bereits Früchte tragen.
Mit dieser Pflanzaktion verbindet IPEN die Hoffnung, dass viele Menschen so auf den Geschmack kommen und die alten Apfelsorten später auch auf eigenen Grundstücken anpflanzen.
Im nächsten Schritt werden wir den Sortengarten und die einzelnen Bäume mit Schildern, die von der Volksbank Oldenburg-Land Delmenhorst gestiftet werden, kennzeichnen.
Zum Verweilen werden wir demnächst eine Bank aufstellen.